Sozialpädagogische Familienberatung Andrea Klein

SPFB- mit Tat und Rat zum Resultat

Anerkennung des Konzeptes zur Vermittlung der Basisqualifizierung nach der AnFöVO


Einleitung

Angebote zur Unterstützung im Alltag gemäß § 45 a SGB XI sind Angebote zur Betreuung, zur Entlastung von Pflegenden und Entlastungsangebote für den Alltag. Früher hießen sie "niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote" (bzw. "zusätzliche Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI"). Sie unterstützen Pflegebedürftige darin, ihren Alltag weiterhin möglichst selbstständig bewältigen zu können, soziale Kontakte aufrechtzuerhalten und Pflegepersonen zu entlasten. Sie sollen dazu beitragen, dem Pflegebedürftigen so lange wie möglich den Verbleib in der vertrauten häuslichen Umgebung zu ermöglichen.

Die in den Angeboten tätigen Ehrenamtlichen werden durch geeignete Fachkräfte fachlich angeleitet und unterstützt. Sie begleiten, beschäftigen und aktivieren insbesondere pflegebedürftige Menschen mit Demenz, psychischen Erkrankungen oder geistiger Behinderung entweder in Betreuungsgruppen oder zu Hause. Andere Angebote für alle Pflegebedürftgen dienen der Entlastung im Alltag durch individuelle Hilfe oder Mobilitätshilfen und Fahrdienste. Eine Entlastung bei der Haushaltsführung z.B. durch haushaltsnahe Dienstleistungen ist ebenfalls möglich.

Für die Nutzung dieser anerkannten Angebote kann der Entlastungsbetrag nach § 45 b SGB XI verwendet werden, der jedem Pflegebedürftigen, der zu Hause gepflegt wird, egal welcher Pflegegrad, in Höhe von monatlich 125 Euro zur Verfügung steht.

Die Voraussetzungen für die Anerkennung dieser Angebote sind in einer Rechtsverordnung zur Anerkennung und Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag (Pfle-geunterstützungsverordnung – PuVO) geregelt.

In unserer Basisqualifizierung nach der AnFöVO für ehrenamtliche Helfer/innen im Umgang mit Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen vermitteln wir folgende Inhalte:


Modul 1   

Basiswissen über Krankheits- und Behinderungsbilder und Umgang mit Personen in der jeweiligen Zielgruppe:              4 Stunden


Modul 2    

Basiswissen zu den UN-Behindertenrechtskonventionen:                                                                                                            4 Stunden


Modul 3    

Auf das Handlungsfeld abgestimmte, wesentliche, inhaltliche Grundsätze, (beispielsweise der Betreuungsangebote):         4 Stunden


Modul 4

Angemessenes Grund- und Notfallwissen im Umgang mit Pflegebedürftigen:                                                                          4 Stunden


Modul 5

Wahrnehmung des sozialen Umfeldes und des bestehenden Hilfe- und Unterstützungsbedarfs:                                             4 Stunden


Modul 6

Grundkenntnisse der besonderen Anforderungen an die Kommunikation mit Personen der jeweiligen Zielgruppe:          4 Stunden


Modul 7

Selbstmanagement und Reflektionskompetenz:                                                                                                                             4 Stunden


Modul 8

Rahmenbedingungen:                                                                                                                                                                       4 Stunden


Modul 9

Möglichkeiten der Konfliktlösung:                                                                                                                                                  4 Stunden


Modul 10

Grundkenntnisse über Angebote zur Unterstützung im Alltag:                                                                                                  4 Stunden


Die Basisqualifizierung richtet sich an folgenden Zielgruppen:

  • Interessierte Menschen ohne pflegerische Grundqualifikation
  • mit vielfältigem beruflichem Hintergrund und Lebenserfahrung
  • Pflegehilfskräfte
  • Neu- und Wiedereinsteiger/innen ins Arbeitsleben
  • interessierte Angehörige

Obendrein sollte die Zielgruppe folgendes Mitbringen:

  • eine positive Grundhaltung gegenüber kranken, behinderten und alten Menschen/ Kinder/ Jugendlichen
  • Freude und Fähigkeiten zur verbalen und nonverbalen Kommunikation
  • eine gute Beobachtungsgabe
  • Die Bereitschaft zur (Weiter-) Entwicklung einer wertschätzenden Begleitung und Betreuung von Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, psychischen Erkrankungen oder geistigen Behinderungen, (nach dem Normalisierungsprinzip)
  • Das Verständnis und die Fähigkeit für die Begleitung pflegender Angehöriger

Unsere Fortbildung im Bereich der Basisqualifizierung soll die Teilnehmer sensibilisieren, mit Grundlagenwissen versorgen und befähigen, Kunden unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Krankheitsbilder und mit unterschiedlichem Betreuungsbedarf fördernd und begleitend zur Seite stehen zu können. Leistungsnachweise und Prüfungen werden nicht stattfinden. Jeder Teilnehmer erhält ein Zertifikat. Werden mehr als 10% der Unterrichtsstunden versäumt, kann dieses nicht ausgestellt werden.

Kostenpunkt: 700 Euro; Möglichkeiten der Finanzierung evtl. über den Bildungsscheck

Kontakt: Sozialpädagogische Familienberatung Andrea Klein Viehstraße 1

47589 Uedem

Telefon: 02825- 218 76 44

Homepage: www.spfb-uedem.de

Hiermit versichern wir, dass die Basisqualifizierung Fachkräfte vermitteln und einen Umfang von mindestens 40 Unterrichtsstunden beinhaltet. Die leistungserbringenden Personen werden regelmäßig an Schulungen bzw. Fortbildungen teilnehmen. Der Umfang dafür ist ein Schulungstag pro Jahr. Art und Umfang der Schulungen bzw. Fortbildungen sind auf unsere jeweiligen Angebote, d.h. Betreuungsgruppen und Einzelbetreuung, abgestimmt.

Aufgrund der besseren Lesbarkeit wurde in diesem Konzept nur die männliche Form gewählt. Dieses stellt keine Wertung dar.


1. Basiswissen über Krankheits- und Behinderungsbilder und Umgang mit Personen in der jeweiligen Zielgruppe

Auszüge über Krankheitsbilder und Behinderungen allgemein, angelehnt an den Basisqualifizierung von 11 ICD

  • Formen, Entstehung und Ursachen von unterschiedlichen Behinderungen
  • Behinderungen unserer Zielgruppen und dessen Umgang
  • Basiswissen UN-Behindertenrechtskonvention, UN-BRK

Epilepsie

Anfälle gehören zum Alltag in Einrichtungen für Menschen mit Behinderung. Sie treten in der Regel unvorhersehbar und unkontrolliert auf und sind damit selten kalkulierbar. Anfälle können Anwesende und Betroffene leicht verunsichern. In der Fortbildung werden Basisinformationen über das Krankheitsbild Epilepsie gegeben:

  1. Was sind die Ursachen von Epilepsien?
  2. Wie kommt es zu Epilepsien?
  3. Wie sehen Anfälle aus?
  4. Wie werden Epilepsien behandelt?
  5. Erste Hilfe bei Anfällen

Anfallsformen, Ursachen, Diagnostik und Behandlung, Verhalten beim Anfall und Hilfestel- lung für die Betreuung werden in der Fortbildung vermittelt.


Geistige Behinderung/mentale Retardierung

Der Begriff geistige Behinderung bezeichnet einen andauernden Zustand deutlich unter- durchschnittlicher kognitiver Fähigkeiten eines Menschen sowie damit verbundene Ein- schränkungen seines affektiven Verhaltens. Die häufigste genetische Ursache von vermin- derter Intelligenz ist das Down-Syndrom mit einer durchschnittlichen Häufigkeit (Präva- lenz) von etwa 1:500. Diagnose, Symptome, Grade der geistigen Behinderung, Ursachen, andere Krankheitsbil- der bzw. Behinderungen und Förderung werden in der Fortbildung vermittelt.


Entwicklungsverzögerung/Entwicklungsretardierung

Entwicklungsretardierung bezeichnet eine Verzögerung der körperlichen, geistigen oder seelischen Entwicklung von Kindern. In der Fortbildung werden die unterschiedlichen Einteilungen (z.B. Motorisch, Sprache), Ursachen, Diagnose und dessen Förderung vermittelt.


Autismus

Autismus ist eine tiefgreifende Entwicklungsstörung. Diese Erkrankung tritt meist vor dem dritten Lebensjahr auf. Diese Kinder/ Jugendliche und Erwachsene haben Schwierigkeiten im sozialen Miteinander, zeigen Auffälligkeiten in der Sprache und besitzen eingeschränk-te, stereotypische und sich wiederholende Verhaltensweisen und Interessen. In der Fortbildung werden die Ursachen, Formen von Autismus, (z.B. frühkindlicher Autismus, Asberger – Syndrom, etc.), Diagnose, begleitende Störungen, Behandlung und Umgang vermittelt.


Down - Syndrom

Menschen mit Down-Syndrom sind Menschen, die in jeder ihrer Zellen ein Chromosom mehr haben als andere Menschen, nämlich 47 statt 46 Chromosomen. Das Chromosom 21 ist dreifach vorhanden. Eine weitere übliche Bezeichnung dafür lautet dementspre-chend Trisomie 21. In der Fortbildung werden Ursachen, Formen, Symptome und Umgang mit Down - Syndrom vermittelt.


Fetale Alkoholsyndrom (FAS)

FAS bezeichnet die vorgeburtlich entstandene Schädigung eines Kindes durch von der schwangeren Mutter aufgenommenen Alkohol. In der Fortbildung werden die Ursachen, Diagnose, Symptome und Sensibilisierung/ Umgang für FASD als komplexe Behinderung vermittelt.


Spina Bifida

Eine Spina Bifida ist eine Neuralrohrfehlbildung. Die Entstehung dieser Fehlbildung tritt zwischen 22. und 28. der Embryonalentwicklung. Mädchen sind davon etwas häufiger betroffen als Jungen. In der Fortbildung werden die Ursachen, Diagnose, Symptome und Sensibilisierung/ Umgang vermittelt.


Tetraspastik

Die Tetraspastik ist die Lähmung aller vier Extremitäten (Arme und Beine) als Folge der Schädigung der Pyramidenbahn beider Seiten.

In der Fortbildung werden die Ursachen, Diagnose, Symptome und Umgang dessen ver-mittelt. Es werden schwerpunktmäßig folgende psychischen Krankheitsbilder/ Erkrankungen mit den Ursachen und Umgang dessen des Erwachsenenalters vorgestellt:

  • Neurotische Störungen (Angststörung, Zwangsstörung)
  • Affektive Störungen (Depression, Manie, bipolare Störungen)
  • Persönlichkeitsstörungen (u.a. Borderline-Syndrom, posttraumatischen Belastungsstörung)
  • Schizophrenie
  • Inkontinenz

Basiswissen zu den UN-Behindertenrechtskonventionen

Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde 2009 von Deutschland unterzeichnet. „Die UN-Behindertenrechtskonvention beinhaltetneben der Bekräftigung allgemeiner Menschenrechte auch für behinderte Menschen – eine Vielzahl spezieller, auf die Lebenssituation behinderter Menschen abgestimmte Regelungen.“

In der Fortbildung wird die Definition von Behinderung, das Warum der Konvention, was fordert diese Konvention und das Bewusstsein erweitert für die in ausgewählten Artikeln formulierten Rechte auch in Bezug auf unsere Arbeit, vermittelt.


2. Auf das Handlungsfeld abgestimmte, wesentliche, inhaltliche Grundsätze (beispielsweise der Haushaltsführung und Hauswirtschaft, der Betreuungsangebote)

  • methodische und inhaltliche Gestaltung von Einzelbetreuungen in unserem FuD
  • methodische und inhaltliche Gestaltung von Gruppenangeboten in unserem FUD


In der Fortbildung werden Möglichkeiten der Betreuung und Beschäftigung vermittelt. Diese Möglichkeiten können z.B. sein:

  • Biographiearbeit, Genogramm
  • Spiritualität 
  • kulturelle und soziale Hintergründe
  • Möglichkeiten der Beschäftigung wie spielen, lesen, vorlesen, Musik, Bewegung, Stille, Freizeitgestaltung

An der inhaltlichen Ausgestaltung der Gruppen werden die Teilnehmer regelmäßig miteinbezogen.


Im Folgenden wird ein Ablauf eines Betreuungsnachmittages dargestellt:

Vorbereitung durch Fachkraft und ggf. Ehrenamtliche (z.B. Getränke, Materialien).

Bei Bedarf: Fahrdienst

  1. Begrüßung der TeilnehmerInnen, d.h. Namentliche Begrüßung und Vorstellung der Teilnehmer und Betreuer
  2. Begrüßungslied, Gedicht zum Einstieg, Geschichte
  3. Gespräche über biographieorientierte oder jahreszeitliche Themen (Dekoration des Tisches)
  4. Inhalt der jeweiligen angebotenen Gruppen: z.B. Spielenachmittag: Gesellschaftsspiele spielen oder Medienkonsolen, wie Play- station, X Box, etc.; Organisation: Wer möchte was spielen? Einteilung der Teilnehmer und der Betreuer; Betreuer Zeiten im Blick haben
  5. Trinkpause
  6. Wechsel der Spielgruppen, Aufräumen
  7. Abschlusslied
  8. Verabschiedung
  9. Bei Abholer: Angehörigenkontakt

Bei Bedarf Fahrdienst

Nachbereitung durch die Fachkraft (z.B.  Teilnehmerlisten)


3. Angemessenes Grund- und Notfallwissen im Umgang mit Pflegebedürftigen

  • Wissen für den Umgang mit Notfällen, durch Erste- Hilfe- Kurs auch am Kind in Kooperation mit der DAK
  • Umgang mit epileptischen Anfällen (siehe auch Nr. 1)
  • Unterweisung Infektionsschutz u.a. mit den Dokumenten des Kreis Kleve, Fachbereich Gesundheit 


4. Wahrnehmung des sozialen Umfeldes und des bestehenden Hilfe- und Unterstützungsbedarfs

  • Sensibilisierung des sozialen Umfeldes, inklusive kultureller und sozialer Betrachtungsweisen
  • individuellen Unterstützungsbedarf und Interessen erkennen, abfragen und berücksichtigen
  • Blick für Ressourcen und passende Angebote im sozialen Umfeld - Zusammenarbeit mit den an der Pflege und Betreuung Beteiligten Personen, um herauszufinden, wie sind die Erwartungen, Umgang, Zusammenarbeit, Grenzen, Schnitt- und Nahtstellen,
  • besondere Belange von pflegebedürftigen Kindern mit Behinderung wahrnehmen


5. Grundkenntnisse der besonderen Anforderungen an die Kommunikation mit Personen der jeweiligen Zielgruppe

  • zielgruppenorientierte Kommunikation
  • Grundlagen der Leichten Sprache, der Einfachen Sprache, der Unterstützten Kommunikation UK, der Visualisierungsmethoden und technischer Hilfsmittel, z.B. Talker
  • Kommunikation mit Eltern, Angehörigen, Lehrkräften oder Familienhilfen


6. Selbstmanagement und Reflektionskompetenz

  • Förderung der Teamfähigkeit
  • Rollenklarheit und Aufträge, Spannungsfeld zwischen Dienstleistung und Freundschaft
  • Umgang mit Nähe und Distanz, professionelle Distanz entwickeln
  • Rolle der Helfenden (z.B. eigene Darstellung, Motivation, Selbstverständnis, besonderes Abhängigkeitsverhältnis, eigene Ressourcen, Reflexion der eigenen Arbeit, Umgang mit Erwartungen von Angehörigen oder Erkrankten, schwierige Situationen, Grenzen ehrenamtlicher Arbeit)
  • kollegiale (Fall-)Beratung, Reflexionsgespräche, Arbeit und Austausch im Team
  • Stressmanagement in Kooperation mit der DAK
  • Beschwerdemanagement


7. Rahmenbedingungen

  • In der Fortbildung wird grundsätzliches zu Rahmenbedingungen zur Erbringung von Leistungen vermittelt, u.a.
  • Unterweisungen zur Aufsichtspflicht
  • Haftungsfragen
  • Schutzauftrag bei Gefährdung des Kindeswohls und der behinderten Menschen
  • Schweigepflicht, Datenschutz, rechtliche Aspekte
  • Dokumentation von erbrachten Leistungen
  • Aufgaben und Ziele der Helfenden
  • wertschätzender und respektvoller Umgang in Bezug auf die Kunden und dessen Angehörigen
  • Zusammenarbeit mit den Angehörigen und des bereits bestehenden Hilfe- und Unterstützungsapparates


8. Möglichkeiten der Konfliktlösung

  • Umgang mit herausforderndem Verhalten, grenzverletzendem Verhalten sowie Auto- /Fremdaggression und Widerständen
  • Umgang mit Konflikten mit Leistungsberechtigten, den Eltern, im Betreuungsteam oder mit Vorgesetzten
  • Hinweise auf Methoden und Möglichkeiten zur Streitschlichtung, zum Deeskalationstraining, zur Gewaltprävention oder zum Coolnesstraining


9. Grundkenntnisse über Angebote zur Unterstützung im Alltag

In der Fortbildung werden die Definition, Hintergrund und Bedeutung, Kenntnisse über Versorgungsstrukturen, Hilfe -und Beratungsangebote im unserem Umfeld, vermittelt.

Eine Übersicht aller anerkannten Angebote zur Unterstützung im Alltag bietet das Kompe- tenzzentrum Pflegeunterstützung auf seinen Internetseiten. Die Übersicht ermöglicht eine Suche nach Bezirken, Zielgruppen, Betreuungsformen und -inhalten sowie nach Trägern der Angebote.


Seit 2017 gewährt die Pflegekasse allen Pflegebedürftigen, unabhängig vom Pflegegrad und der Alltagskompetenz, einen Entlastungsbetrag von bis zu 125 Euro monatlich. Der Betrag darf nur für den Zweck eingesetzt werden, Pflegebedürftige im Alltag zu unterstüt- zen und die Pflegenden zu entlasten. Es können damit unter anderem sogenannte "Angebote zur Unterstützung im Alltag" be- zahlt werden. Diese sind für die Pflege zu Hause gedacht und in drei Bereiche unterteilt:


  • Betreuungsangebote
  • Angebote zur Entlastung im Alltag oder
  • Angebote zur Entlastung von Pflegenden


Früher hießen sie "niedrigschwellige Betreuungs- und Entlastungsangebote" (bzw. "zusätz- liche Betreuungs- und Entlastungsleistungen nach § 45b SGB XI").

Betreuungsangebote richten sich an Pflegebedürftige, die einen besonderen Betreuungs- bedarf haben. Dies können Gruppen- oder Einzelbetreuungen sein. In Betracht kommen beispielsweise Betreuungsgruppen, insbesondere für demenziell erkrankte Menschen, Tagesbetreuungen in entsprechenden Einrichtungen oder die stundenweise Betreuung zu Hause.

Angebote zur Entlastung im Alltag sind praktische Hilfen, zum Beispiel Unterstützung im Haushalt (Wäsche, Kochen oder Wohnungsreinigung) und beim Einkaufen. Auch Hilfen zur Tagesstrukturierung oder Freizeitgestaltung fallen darunter, etwa das Vorlesen von Bü- chern und Zeitungen. Ebenso können die jeweiligen Dienstleister bei Apotheken- und Be- hördengängen, Antragstellungen oder Arzt- und Friseurbesuchen helfen. Alltagsunterstüt- zend können auch Angebote sein, die soziale Kontakte und Aktivitäten fördern, also etwa Besuche von Veranstaltungen oder begleitete Spaziergänge.